LCC Halbmarathon

Bericht von Thomas Jimmy Cemerka

Eigentlich war ich  für den Vienna City Marathon angemeldet, aber aus bekannten Gründen wurde dieser auf das nächste Jahr verlegt.

Und da auch gleich wieder in den Herbst verschoben.

Am 11. Oktober 2020  ging der LCC Wien Herbstmarathon über die Bühne.

Aufgrund Corona waren die Starts in verschiedene Blöcke und Startzeiten aufgeteilt.

Man konnte sich zwischen Marathon und Halbmarathon entscheiden.

Zusätzlich gab es noch die Möglichkeit Virtuell mitzulaufen und seine Daten hochzuladen.

Da pro Laufblock nur 100 Personen erlaubt waren, ging ich von einem einsamen Rennen aus.

Leider bewahrheitete es sich auch schlussendlich. Das Wetter war  perfekt. 12 Grad und nur leichter Wind. Um 13:00 wurde der erste Block des Halbmarathons losgeschickt. Ich startete um 15 Uhr. Man musste sich im Startkanal auf gekennzeichneten Punkten aufstellen und durfte bis zur Startlinie nicht überholen.

Die ersten beiden Läufer setzten sich gleich deutlich ab. Bis Kilometer 4 lief ich noch mit zwei anderen Sportlern, aber dann konnte ich mich absetzen. Man musste drei Runden zu je 7032 Metern absolvieren. Mein Ziel war klar. Eine neue persönliche Bestzeit sollte es werden.

Mit den „schnellsten Schuhen der Welt, auf der schnellsten Strecke der Welt“, musste ein neuer persönlicher Rekord möglich sein.

Leider bekam ich zwischen Kilometer 16 bis 19 starkes Seitenstechen, sonst wäre vielleicht noch ein wenig mehr drinnen gewesen.

Mit einer Zeit von 1:21:42 überquerte ich dann als Dritter meines Starterfeldes die Ziellinie.

Mein Fazit: Ein Rennen mit so wenigen Startern und ohne Zuschauer macht nur bedingt Spaß.

Mein kurzes Urteil zu den Schuhen: Sie sind schön und sie sind schnell. Aber leider auch nicht so schnell wie ich gehofft und auch gehört und gelesen habe. Hab Berichte gelesen wo die von mindestens zehn Sekunden/Kilometer Zeitersparnis ausgegangen sind.

Hoffe beim Wien Marathon ist alles wieder beim Alten.

Wir gratulieren Jimmy zum zweiten Platz in seiner Altersklasse und den sechsten Gesamtrang (aller Startblöcke)!

Ergebnisliste

Neufeld Triathlon 2020 – Olympische Distanz

Ein Bericht von Daniela Wöber und Armin Hofmeister

Kühles Nass, milde Temperaturen dazu Sonnenschein und kräftiger Wind. Fast perfekte Bedingungen für einen würdigen Saisonabschluss 2020. Kein Vergleich zur Hitzeschlacht im Vorjahr.

Und vieles war neu: Drei Wechselzonen, eine davon örtlich getrennt von den anderen beiden, äquivalent drei Startwellen (zweimal Männer sowie alle Frauen inklusive Staffeln), zehn Sekunden Startintervalle mit Einteilung nach angepeilter Schwimmzeit, eine 1.500 Meter Schwimmrunde und eine leicht veränderte, darum circa. 5,5 Kilometer lange Laufrunde rund um den Neufelder See. Alles Neuerungen der diesjährigen Ausgabe als Ergebnis des COVID‑19‑Präventionskonzepts.

Dieser Herausforderung auf der olympischen Distanz stellten sich vom ASV TRIA Stockerau neben Marco Wiedersheim, auch Daniela Wöber und Armin Hofmeister. Die beiden letzteren inklusive gemeinsamer Mixed-Wertung als Team „Quick and Dirty“. Wer dabei wer ist bleibt an dieser Stelle ungeklärt 😉 Um in Hinblick auf die burgenländischen Landesmeisterschaften zumindest in der Geschlechterwertung gleiche Bedingungen trotz verteilter Wechselzonen zu schaffen, wurden alle Frauen und Staffeln der dritten Startwelle und somit der neu geschaffenen separaten Wechselzone zugeteilt.

So ergab es sich, dass das Team „Quick and Dirty“ um circa 2:15 Stunden zeitversetzt ins Rennen startete. Zeit genug den jeweils anderen fast durchgehend vom Start bis ins Ziel anzufeuern.

Zum Renngeschehen …

Armin: Eine flotte Seerunde gefolgt von einem, dank kräftigem Wind, anspruchsvollen Rad-Split. Bei Gegenwind erscheint einem das Burgenland nicht mehr gar so flach und jeder noch so kleine Hügel brennt in den Beinen. Beim Lauf wurden noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert. Nach gesamt 2:20:45 Stunden war es geschafft und somit war ich rund zehn Minuten schneller im Ziel als im Vorjahr, trotz längerer Laufstrecke. Dazu Verbesserungen in allen Disziplinen. Entsprechend mein Fazit: Ein toller und würdiger Saisonabschluss.

Daniela: Los ging es mit einer unheimlichen Begegnung mit einem unbekannten Schwimmobjekt im Neufelder See, das sich mir von unten näherte. Kurze Panik und nix wie weg von hier. Erleichtert stieg ich nach einer knappen halben Stunde aus dem „Aquarium“ und strampelte anschließend im Windkanal. Seit wann gibt’s im Burgenland eigentlich Berge? Aber wenn‘s bergauf geht, geht‘s auch wieder bergab und bei einem Rundkurs kommt der Wind unweigerlich auch mal von hinten 😉 Auf der ersten Laufrunde konnte ich dann sogar ein paar Damen einholen, die zweite Runde war dafür etwas einsam und langsam wurde ich müde. Erleichtert und glücklich erreichte ich nach 2:53:25 Stunden (nach 1.500 Meter schwimmen, 40 Kilometer radeln und 11(!) Kilometer laufen) das Ziel. Damit ging sich sogar (haarscharf) noch der 3. Platz in der W30‑34 aus.

Zu guter letzt gab es dann auch noch die Gesamtabrechnung aus Neufeld: Das Team „Quick and Dirty“ erreichte in der „Er&Sie Wertung“ mit einer Zeit von 5:14:10 Stunden den 5. Rang.

Leider bekam Marco auf der zweiten Laufrunde Krämpfe, was ihn den dritten Platz in seiner Altersklasse kostete. Mit einer Endzeit von 2:25:52 Stunden belegte er den undankbaren vierten Platz in der stark besetzten Altersklasse M24‑29.

Bereits am Samstag über die Sprintdistanz im Einsatz: Viktoria Kneissl (Seat Mayer Fun Sprint Triathlon) die nach 1:15:30 Stunde finishte und damit den zweiten Platz in ihrer Altersklasse erreichte, sowie Birgit Pichler (ISM Fun Sprint Triathlon) die mit 1:37:42 Stunden ihre Altersklasse gewann.

Somit ging eine coronabedingte kurze, aber sehr erfolgreiche Saison für die Athletinnen und Athleten des ASV TRIA Stockerau zu Ende. Wir gratulieren allen zu ihren erbrachten Leistungen und bedanken uns bei den Veranstaltern die sich die Mühe gemacht haben und mit dem COVID‑19‑Präventionskonzepts Bewerbe ermöglicht haben!

Ergebnisse Olympische Distanz

Ergebnisse Sprint Distanz

Veranstalterhomepage

Seequerung Mörbisch – Illmitz

Ein Bericht von Helmut Fitz

am vergangenen Sonntag (13. September 2020) habe ich an der Seequerung Mörbisch – Illmitz teilgenommen.

Es gab traumhaftes Wetter (laut Veranstalter das „beste“ seit es den Event gibt) mit Sicht „bis zum Anschlag“, man konnte von Illmitz fast schon die Turmuhr in Mörbisch ablesen.

Das Wasser war spiegelglatt und die Temperaturen sehr angenehm.

Mit dem Schiff wurden wir nach Mörbisch gebracht und hatten dann den heuer schon üblichen Einzelstart im 15 Sekunden Takt. Die drei Kilometer sind laut Google Earth in Wirklichkeit 3,2 Kilometer mit 1 Stunde und 7 Minuten habe ich mich dem angestrebten 2:00 Minuten Schnitt ganz gut genähert 😉

Leider war’s das nun mit den Events für heuer, mein geplanter 70.3 in Frankreich wurde soeben offiziell abgesagt 🙁

Veranstalterhomepage

Ergebnisse

Fittest CitySprint Triathlon

Ein Bericht von Vicky Kneissl:

Die Entscheidung, in Sankt Pölten zu starten habe ich sehr kurzfristig getroffen – habe mich heute aber sehr darüber gefreut.
Der Ratzersdorfer See (übrigens sehr schön) hatte 20 Grad und ich war eine der drei Leute, die beschlossen haben, ohne Neo zu starten. Im Nachhinein eine sehr kluge Entscheidung, aber dazu später mehr.

Das Schwimmen war für mich kurzweilig, überhaupt nicht kalt und ich konnte einige Leute überholen. Auf der Radstrecke ging es dann doch etwas ruppiger zu. Wer schon einmal bei diesem Bewerb gestartet ist weiß, dass fünf Runden zu je vier Kilometer zu fahren sind – für mich etwas ganz Neues. Noch nie bin ich so viele, kleine Runden gefahren. Zu Anfang waren noch nicht viele Leute auf der Strecke und ich konnte mein Tempo durchziehen. Bei Runde vier und fünt musste man durchgehend darauf achten, genügend Abstand zu den anderen TeilnehmerInnen zu lassen um nicht Windschatten zu fahren, was doch etwas mühsam war.
Beim Laufen konnte ich endlich die eine, vor mir gestartete Dame einholen und überholen was mich doch motivierte. Beim Rest der Runde wurde der Spaß etwas getrübt, weil es sehr heiß war und ich einfach nur durstig war. Ich freue mich schon auf eine Zeit nach Corona, in der Labestationen wieder erlaubt sind.

Im Ziel musste ich noch etwas bangen, weil ich durch die Einzelstarts natürlich keine Ahnung hatte, wie gut die anderen Damen waren. Ich freute mich sehr zu erfahren, dass ich den 1. Gesamtrang machte. Besonders freute ich mich darüber, dass die 2. Dame nur 14 Sekunden hinter mir war – ziemlich exakt die Zeit, die ich brauche, um meinen Neo auszuziehen.

Auch unser Sponsor Martin Keiml war am Start und finishte in 1:22:59 Sunde als 16. seiner Altersklasse ins Ziel.

Ergebnisliste

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Riverthlon in Waidhofen an der Ybbs

Helmut Fitz absolvierte am 23. August 2020 seinen ersten Riverthlon. Obwohl es seine Premiere bei einem Bewerb dieser Art war startet er gleich beim HERO.

Riverthlon ist ein Kombinations-Ausdauerrennen für HobbyathletInnen, ProfiathletInnen, Teams und Kinder im wunderschönen Waidhofen an der Ybbs. Es wird abwechselnd gelaufen und geschwommen ohne Wechselzonen. Beim Hero Bewerb geht es ans Eingemachte für alle Profi‑AthletInnen.

Hier sein ganz persönlicher Rennbericht:

Der Riverthlon war ein tolles Erlebnis, Selbsterfahrung garantiert 😉 Gut, dass ich am Vortag ein wenig die Strecke inspiziert habe und auch ein paar hundert Meter in der Ybbs „geprobt“ habe. Bei 14°C „knistert“ es schon ganz schön, und wenn man aufhört zu schwimmen zieht die Landschaft ganz schön flott an einem vorbei!

Der Start (und somit auch das Ziel) ist eine ordentliche Challenge. Man muss „nur“ auf die andere Uferseite schwimmen: Quert man im rechten Winkel treibt man etwa einen Meter pro Sekunde ab – und das immer stärker je näher man zum anderen Ufer kommt. Nicht umsonst stehen da sehr kräftige gut ausgerüstete Herren von der Wasserrettung und fangen die abgetriebenen Schwimmer wieder ein (teilweise sogar mit „Lasso“).

Dann geht’s gleich einmal steil bergauf inklusive 53 Stufen durch das Schlosshof Areal. Mit Puls am Anschlag und im engen Neo jetzt zu Laufen ist schon eine sehr spezielle Erfahrung. Völlig außer Atem beginnt dann die erste Schwimmstrecke. Alle versuchen so gut wie möglich am Uferrand zu schwimmen – Überholen ist schwierig da „innen“ die Strömung stärker ist. Riskiert man einen Weg noch näher zum Ufer kann man sich am felsigen Boden oder im tief hängenden Geäst ganz schön verletzen! In der Hitze des Gefechts habe ich aber eh nichts mehr gespürt 😉

Nach einer weiteren Laufstrecke die eigentliche Herausforderung: Circa 900 Meter stromaufwärts bis zum Schaukraftwerk Schwellöd. Laut Homepage gibt’s hier eine „leichte Strömung“. Eine etwas stärkere Strömung will ich mir gar nicht vorstellen. Jene die zu früh vom Flussrand zur (mittig platzierten) Wendeboje „abgebogen“ sind taten sich sehr schwer, einige haben es tatsächlich nicht mehr geschafft. Aber die Veranstalter haben da ein paar Mal die Augen zugedrückt, DSQs gab es keine.

Mit viel „Rückenwind“ ging es jetzt die ganze Strecke retour. Zum Ziel musste man wieder die Ybbs queren – noch einmal habe ich alles gegeben (gut, dass wir immer auch Wasserballkraulen üben) und habe mich gerade noch beim stromabwärts stehenden Zielsteher bei starker Strömung „herumgewuzelt“.

Es war ein wirklich tolles Abenteuer, sehr gut und mit Liebe zum Detail organisiert! Tolle Goodie Bag, große Event Halle mit guter Verpflegung, Tombola, Moderation – für knapp 100 Teilnehmer!. Ein Preis war für mich ganz neu: Der Verein mit den meisten Teilnehmern wurde auch prämiert. Da waren die „Einheimischen“ aus Waidhofen natürlich klare Sieger, die haben knapp ein Drittel des gesamten Teilnehmerfeldes beigesteuert. Da hatte ich als Abgesandter des ASV TRIA Stockerau leider keine Chance 😉

Veranstalter

Ergebnisliste

Mostiman – Der erste Corona-Triathlon!

Ein Bericht von Vicky Kneissl

Am 26. Juli 2020 durfte ich bei der Sprintdistanz des Mostiman, dem sogenannten Supaman starten. Unzählige E‑Mails haben uns Athletinnen und Athleten auf den Bewerb vorbereitet, er musste ja so Corona-Konform wie möglich über die Bühne laufen.

Es gab zum Beispiel vier Wellen, die zu unterschiedlichen Zeiten einchecken und auschecken durften, in der Wechselzone wurden Masken getragen, wir Athletinnen und Athleten starteten nacheinander mit Sprung vom Plateau und das Gelände wurde in Zuschauerraum und Athletenraum getrennt. Die Trennung war schon recht schade, weil Zuschauer nur an wenigen Orten zugelassen wurden und so zum Beispiel um die Wechselzone herum niemand anfeuern konnten. Trotzdem muss ich sagen, die Veranstalter haben das Ganze souverän gelöst. Das Akkreditieren ging zügig vonstatten und besonders der Plateaustart alle zehn Sekunden beim Schwimmen hat mir persönlich viel Spaß gemacht. So viel Platz beim Schwimmen ist schon recht angenehm 😉

Ich bin zum ersten Mal in Wallsee gestartet und muss sagen … die Radstrecke ist der Wahnsinn! Ich hatte wirklich unglaublich viel Spaß beim Radfahren (was vielleicht auch daran liegt, dass ich gleich beim ersten Anstieg zwei Mädels stehen lassen konnte 😉 ) Das Laufen war wie erwartet recht zach (eigentlich keine Überraschung mehr), durch die verkürzte Laufstrecke aber dann trotzdem schnell vorbei. Im Ziel konnte wegen des Einzelstarts natürlich niemand wissen, auf welcher Position er/sie war, ich hatte aber schon ein gutes Bild … und durfte mich schließlich über den Sieg über die Sprintdistanz freuen. Die Siegerehrung viel leider sprichwörtlich ins Wasser, weil Sturm und Regen aufkamen und es wurden nur die ersten drei Damen und Herren jedes Bewerbes geehrt. Es war schade dass der Tag so überstürzt enden musste.
Trotzdem muss ich sagen: Hut ab vor den Veranstaltern und vielen Dank, dass sie es auf sich genommen haben, diesen Bewerb unter so schwierigen Bedingungen durchzuführen. Ich habe mich sehr gefreut starten zu dürfen, sei es auch unter den vielen, meist komplizierten Auflagen!

Wir gratulieren Vicky die den Bewerb als schnellste Dame absolvierte und in der Gesamtwertung den achten Platz belegte!

Auch Dani Wöber und Helmut Fitz gingen an den Start, sie nahmen die olympische Distanz auf sich! Nach einer super Schwimmzeit und flotten Radkilometern musste Dani den Bewerb aus gesundheitlichen Gründen leider abbrechen. Die Rechnung mit dem Mostiman hat sie somit noch offen und diese wird auf jeden Fall nächstes Jahr beglichen!

Helmut finishte nach 2:57:15 Stunden.

Veranstalterhomepage

Ergebnisse Supaman

Ergebnisse Mostiman

Mission Backwaterman sieben Kilometer erfolgreich abgeschlossen

Ein Bericht von Helmut Fitz

Das war heute wirklich ein tolles Erlebnis, das Wasser „bacherlwarm“ mit 24°C, wolkenlos und praktisch windstill!

Bei der Wende beim Teufelsfelsen gab’s Verpflegung, da konnte ich mein mitgebrachtes Gel runterspülen.

Am Rückweg habe ich damit dann versucht den Turbo zu zünden. So sind es 2:12:51 Stunden geworden, und somit ein paar Minuten besser als die Vorgabe vom Trainer 😉

Für’s Podest reicht’s zwar noch lange nicht, aber die Freude ist riesengroß!

Hier ein paar Fotos: https://www.icloud.com/sharedalbum/#B0GGegcvgGAGdQt

Schwerpunkttraining einmal anders

Nach dem seit Mitte März alle Trainings abgesagt werden mussten, wollten wir unseren Mitglieder wieder einmal etwas anbieten. Aber wie lassen sich Vereinstraining und die Maßnahmen der Regierung zur Covid-19-Bekämpfung vereinbaren?

Martin (Gründer der Sektion, Trainer und Sponsor) hatte die Idee: Training über einen Chatroom. Als sich Martin im Herbst 2019 bereit erklärt hat das Schwerpunkttraining im April 2020 zu übernehmen, dachte er – passend zum Saisonstart – an ein Wechselzonentraining. Aber dann kam Corona und vieles lief anders als geplant.

Wie ist nun das Online-Training abgelaufen? Die Mitglieder bekamen diesmal mit dem üblichen Reminder keinen Treffpunkt, sondern einen Link und die Anweisung was alles vorbereiten zu ist: circa zwei Meter mal zwei Meter freie Fläche, Matte, Laufschuhe, Radhelm und Handtuch

Um 9:50 Uhr war der Techniktest und pünktlich um 10 Uhr ging es los mit „Koordination, Schnelligkeit, Wechsel“.

Bezüglich Teilnahme waren wir diesmal nicht so streng 🙂 So konnten auch die Partner und Kinder mitmachen, sowie unsere Lizenzmitglieder. Dass das Training international war, beweist die Teilnahme unsere Lavinia im fernen Budapest. Auch zu spät kommen, war kein Problem, man brauchte die Gruppe nicht suchen, sondern stieg einfach ein und machte mit 🙂

Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht!

Wir wünschen den Athletinnen, Athleten, Trainern, Sponsoren und allen Freunden des Vereines, dass sie gesund bleiben und hoffen, dass wir uns bald wieder sehen können!

Sechs-Stunden-Schwimmen in der Auster

… am 16. Februar 2020. Das Sportbad in Graz-Eggenberg wird auch „Auster“ genannt. Das Bad hat zehn 50 Meter Bahnen bei einer Wassertemperatur von 28° C.

Neugierig geworden aus Erzählungen vom 24‑Stunden‑Schwimmen in Bad Radkersburg wählte Helmut Fitz diesen Bewerb als Ersten unter „ASV TRIA Stockerau-Flagge“. Er  wollte sich einmal „langsam“ herantasten 🙂
Renate Otto erfuhr erst zweieinhalb Wochen davor, von diesem Vorhaben. Aber sitzt mal der Floh im Ohr, ist er nicht so schnell wieder herauszubekommen 🙂 Nach 24 Stunden Überlegungen und kurzer Abstimmung mit Geri („mach es“) startete die Planung für das Vorhaben. Der Trainingsplan war kurz und daher schnell erstellt. Die Erfahrung im „Ausdauerschwimmen“ sollte nach dreimaligen Einzelstarts beim 24‑Stunden‑Schwimmen in Bad Radkersburg vorhanden sein. Aber es gab ja doch ein paar Unsicherheiten: Schaffe ich es mit dem wenigen Training? Wie geht es mir bei einem Bewerb in der Halle?

Am 15. Februar fuhr man mit Begleitung in die Steiermark. Während Helmut mit Karin direkt in Graz wohnten, wählte Renate und Helmut ihr Stammquartier im Almenland. Am Sonntag traf man sich in der Auster, allerdings nicht zum Verspeisen von Muscheln, sondern zum Schwimmen 🙂 Um 8:30 Uhr begann die Registrierung und danach hatte man bis 10 Uhr Zeit sich mit der Umgebung vertraut zu machen.

  • Auf welcher Bahn schwimme ich?
  • Wo deponiere ich am besten meine Verpflegung?
  • Wo kann sich meine Betreuerin/mein Betreuer aufhalten?

Schnell verging die Zeit bis 10 Uhr. Dann wollte die Uhr nicht so recht sich auf null stellen lassen und der Start verschob sich. In den fünf Minuten wurde uns beim Stehen im Wasser schön langsam frisch. Endlich um 10:05 Uhr ging es los. Die fünf Minuten Verspätung durfen wir nachher „einschwimmen“ 😉 Na sechs Stunden werden ja auch gleich vorbei sein – ein normaler Arbeitstag hat acht Stunden 🙂

Pro Bahn waren maximal sieben Schwimmerinnen beziehungsweise Schwimmer eingeteilt. Aufgrund des 50 Meter-Beckens kein Problem. Helmut und Renate schwammen auf zwei verschiedenen Bahnen, machten aber beide dieselbe Erfahrung: es war ein faires schwimmen, kein Problem beim Überholen und bald kannten sich die Leute untereinander und man wurde bei der Wende vorbeigelassen.

Karin und Helmut betreuten brav und versorgten uns in der Pause mit essbaren und trinkbaren. Obwohl vorab nicht „ausgemacht“, haben Helmut und Renate bei der Anmeldung als voraussichtliches „Ziel“ zwölf Kilometer angegeben. Soweit einmal schon vorweg: dieses Ziel haben beide überschritten. Helmut schaffte bei seiner Premiere eines Bewerbes dieser Art: 13,1 Kilometer und erreichte bei den Herren Masters den fünften Platz. Renate spielte ihre Routine bei Bewerben dieser Art aus, schaffte 14,7 Kilometer und wurde zweite bei den Damen Masters.

Zum Bewerb selbst:

In der Auster waren vier Bahnen für den Bewerb gesperrt, auf den restlichen Bahnen war normaler Betrieb. Ein friedliches Nebeneinander von Athletinnen, Athleten, Betreuerinnen, Betreuern und Badegästen. Nicht tauschen wollten wir mit den „Bahnenzählern“: sechs Stunden vom ersten Stock pro Bahn die 100 Meter-Zeiten anhand der Badehaubenfarbe mitzuschreiben, wahrlich kein leichter Job. Es wurde so geregelt, dass man sich bei längeren Pausen mittels Handzeichen von seiner „Zählerin“/seinem „Zähler“ anmelden und abmelden musste. Nach dem Bewerb durfte jeder sein Schwimmprotokoll mitnehmen. Jede Schwimmerin und jeder Schwimmer erhielt bei der Siegerehrung eine Urkunde in der mit Handschrift Name, Bewerb, Platz und Kilometer eingetragen waren und ein kleines Sackerl mit Süßigkeiten. Die jeweils ersten drei jeder Kategorie zusätzlich einen Geschenkkorb mit handgebastelt Kärtchen und die Urkunde in einem Bilderrahmen.

Graz war eine Reise wert 🙂

Fotos

Veranstalterhomepage

24. Jänner 2020 – 24 Stunden Burgenland Extrem – Oggau Originaldistanz 120 Kilometer

Ein Bericht von Andreas Groihs

2019 nahm ich die 80 Kilometer Strecke in Angriff, Start in Hegykö und 2020 …? So reifte nach den unglaublichen Eindrücken 2019 der Gedanke weiter und ich entschied mich, das de facto Unmögliche zu wagen.

120 Kilometer Laufen, wie soll das gehen? In welcher Zeit? Muss die Vorbereitung geändert werden? Spielt der Körper da überhaupt mit? Im Winter bei diesen Temperarturen? -> Fragen über Fragen!

Die Vorbereitung: Verlief bis Weihnachten nach Plan, doch dann bekam ich einen grippalen Infekt = Mist: Pause einlegen, gerade jetzt. Einen Monat vor dem Start. Ruhig bleiben, die vorherigen Umfänge verliefen ja zum Glück nach Plan. So passte ich die Trainingsumfänge zwangsweise an, die Verkühlung verschwand aber nicht zur Gänze. Einem Start stand aber, aus gesundheitlichen Gründen, dennoch nichts im Wege.

24. Jänner 2020: Der Start um 4:30 Uhr morgens ist, gelinde gesagt, nicht sehr angenehm. Es ist finster, kalt, der Wind weht … aber man will es ja so. Für diese Jahreszeit meinte es das Wetter tatsächlich gut mit uns. Es hatte nur drei Grad unter Null und es ging sehr wenig Wind, Hochnebel. So sollte es dann ganzen Tag bleiben.

Laut Veranstalter traten in Oggau rund 2000 Starter an. Wirklich beeindruckend zu sehen ist die Lichterkette der vielen Stirnlampen und Blinklichter auf und entlang der Strecke. Für circa 2 ½ Stunden bleibt die Dunkelheit unser Begleiter und der Weg führt über Rust und Mörbisch nach Ungarn. Dabei auch viele Höhenmeter, teilweise Steigungen 8 Prozent bis 11 Prozent, den Rhythmus finden nur schwer möglich. Die Waldstücke in Ungarn sind bei Dunkelheit sehr imposant. Auf Grund der langen Distanz nehme ich mir vor, bei allen Verpflegungsstellen zumindest meine Trinkvorräte aufzufüllen: Meine erste Zwischenetappe ist in Balf (circa Kilometer 27), dann folgt Hegykö (circa Kilometer  34 – Startort voriges Jahr).

Zu den 395 Gesamthöhenmeter ist zu sagen, dass diese zu zwei Drittel auf den ersten 21 Kilometern in Ungarn zurückgelegt werden. Bis km 70 konstant flach, danach nur leicht steigend bis ins Ziel.

Nach Hegykö folgen die letzten Waldpassagen, dann die ersten, schier endlos scheinenden Streckenabschnitte. Man sollte echt vermeiden, den Blick zu weit nach vorne zu richten. Motivation sieht anders aus :-). Bis Illmitz (Kilometer 60) bot sich niemand zum Mitlaufen an. Erst dann schließe ich mich mit einem „Originaldistanz-Leidensgenossen“ zusammen, wir passen unser Tempo an und liefen unser nächstes, großes Zwischenziel ist Podersdorf (Kilometer 72) an. Schon mehrmals stellen wir uns bis dahin die Frage, wie das so noch weiter gehen soll? Und fit waren wir beide schon nicht mehr; oder spielt der Kopf uns schon einen Streich?

Trinkvorräte aufgefüllt, mental gestärkt überwinden wir unsere körperlichen Ermüdungserscheinungen und setzten uns weiter in Richtung Weiden mit dem nächsten Ziel, Labestation Neusiedl (Kilometer 83), in Bewegung. Also einen Schönheitspreis für einen „geschmeidigen Laufstil“ gewinnen wir beide jetzt sicher nicht mehr :-). So laufen wir gesamt rund 25 Kilometer, motivieren uns gegenseitig. In Neusiedl angekommen führe ich einen Gewandwechsel und Handschuhwechsel durch (kurzes und langes Leiberl). Beide waren mittlerweile nach 83 Kilometer sehr feucht. Ich will nicht noch mehr auskühlen auf den letzten knapp 40 Kilometer. Mein Laufpartner kehrt in Neusiedl länger ein und ich entschied mich daher von nun an wieder meine Reise alleine fortzusetzen.

Nächste und letzte Labestation ist in Purbach (Kilometer 97). Über Jois und Winden gilt es diese 15 Kilometer zu bewältigen. Die Kilometerzeiten pendeln nun um 6:45 beziehungsweise 7:00. Zum Glück sind jetzt wieder mehr Wanderer auf der Strecke, denn die Motivation fällt nun doch deutlich schwer. Außerdem fällt schön langsam die Dunkelheit wieder ein. Stirnlampe mit Rücklicht aufgesetzt und die letzten 15 Kilometer in Angriff nehmen. Kurzer körperlicher/mentaler check noch, soweit wie möglich. Es zwickt zwar da und dort aber: Es geht weiter – das Grande Finale ist da! Spätestens jetzt ist jeder mit sich selbst beschäftigt. Im Lichtkegel der Lauflampe geht es dem Start/Ziel in Oggau entgegen, entlang der Bundesstraße, wieder elendslang. Aber, die beleuchtet Kirche in Oggau sieht man bereits, noch circa drei Kilometer – irgendwie unglaublich. Ich bin tatsächlich gleich da!

Laufend passiere ich die Ortstafel Oggau. Dann beginne ich einfach nur noch zu gehen und realisiere: Gehen genügt jetzt, es ist kein Laufen mehr notwendig, es kann Dir nichts mehr passieren! Du hast es geschafft!

Nach gut 13 Stunden und aufgezeichneten 110 Kilometer bin ich wieder am Ausgangspunkt angekommen. Die Füße schmerzen. Keine Krämpfe, der Körper und Geist ist etwas müde, der Puls nach wie vor unter Kontrolle = alles in Ordnung, Du bist fit und gesund!

Gerade auf Grund der Herausforderungen im letzten Jahr, fühle ich mich umso mehr vom eingeschlagenen Weg sowie meiner Meinung bestätigt. Veränderungen zulassen, aber nicht vergessen, sich selbst immer treu bleiben.  Ich DANKE ALLEN, die das mit mir teilen.

Ich bin froh, solch einen Bewerb machen zu dürfen und zu können – es ist nicht selbstverständlich. Daher wünsche ich es Jedem, diese unglaubliche Reise selbst zu machen und erleben zu können.

Es ist nicht unmöglich. Zum Glück auch nicht alltäglich.

Wir gratulieren Andreas zu dieser außerordentlichen körperlichen und mentalen Leistung!