Mission Backwaterman sieben Kilometer erfolgreich abgeschlossen

Ein Bericht von Helmut Fitz

Das war heute wirklich ein tolles Erlebnis, das Wasser „bacherlwarm“ mit 24°C, wolkenlos und praktisch windstill!

Bei der Wende beim Teufelsfelsen gab’s Verpflegung, da konnte ich mein mitgebrachtes Gel runterspülen.

Am Rückweg habe ich damit dann versucht den Turbo zu zünden. So sind es 2:12:51 Stunden geworden, und somit ein paar Minuten besser als die Vorgabe vom Trainer 😉

Für’s Podest reicht’s zwar noch lange nicht, aber die Freude ist riesengroß!

Hier ein paar Fotos: https://www.icloud.com/sharedalbum/#B0GGegcvgGAGdQt

Köstliches Eis zum Ferienbeginn

Auch in diesem Jahr beendeten die Leistungsgruppen des ASV2000 das offizielle Schulsemester mit einem gemeinsamen Eisessen. Der Eissalon Horst Rötzer am Stockerauer Hauptplatz lud die jungen Schwimmerinnen und Schwimmer, sowie die Trainer des ASV2000 zu einem köstlichen Eis ein. An dieser Stelle von allen Beteiligten ein großes Dankeschön an Horst Rötzer und sein Team!

Für die Athletinnen und Athleten des ASV2000 geht es aber noch ein paar Wochen mit dem Training weiter, und am 11. Juli sollten die Österreichischen Mannschaftswettkämpfe der Schülerklasse in der Südstadt stattfinden. Der gesamte ASV2000 hofft sehr, dass dieser Event wie geplant über die Bühne gehen kann, für den acht unserer ASV2000-SchwimmerInnen angemeldet sind. „Denn immerhin haben sie sich in den letzten Wochen akribisch darauf vorbereitet und soll der gezeigte Trainingseifer jetzt auch mit dem gesteckten Ziel „Wettkampfstart“ belohnt werden“, so die beiden ASV2000-Trainer Chris Strambach und Dominic Meidlinger.

Die Sommer-Intensivkurse des ASV2000 sind online

Der ASKÖ Schwimmverein Stockerau freut sich, dass es auch im Sommer 2020 möglich ist, insgesamt vier Termine für Kinder-Schwimmkurse anzubieten. Anfänger und Fortgeschrittene haben jeweils im Juli und August die Möglichkeit, an unseren Schwimmkursen teilzunehmen. Weitere Infos und Anmeldung unter http://asv2000.at/schwimmkurse-stockerau-hallenbad/

Schwerpunkttraining einmal anders

Nach dem seit Mitte März alle Trainings abgesagt werden mussten, wollten wir unseren Mitglieder wieder einmal etwas anbieten. Aber wie lassen sich Vereinstraining und die Maßnahmen der Regierung zur Covid-19-Bekämpfung vereinbaren?

Martin (Gründer der Sektion, Trainer und Sponsor) hatte die Idee: Training über einen Chatroom. Als sich Martin im Herbst 2019 bereit erklärt hat das Schwerpunkttraining im April 2020 zu übernehmen, dachte er – passend zum Saisonstart – an ein Wechselzonentraining. Aber dann kam Corona und vieles lief anders als geplant.

Wie ist nun das Online-Training abgelaufen? Die Mitglieder bekamen diesmal mit dem üblichen Reminder keinen Treffpunkt, sondern einen Link und die Anweisung was alles vorbereiten zu ist: circa zwei Meter mal zwei Meter freie Fläche, Matte, Laufschuhe, Radhelm und Handtuch

Um 9:50 Uhr war der Techniktest und pünktlich um 10 Uhr ging es los mit „Koordination, Schnelligkeit, Wechsel“.

Bezüglich Teilnahme waren wir diesmal nicht so streng 🙂 So konnten auch die Partner und Kinder mitmachen, sowie unsere Lizenzmitglieder. Dass das Training international war, beweist die Teilnahme unsere Lavinia im fernen Budapest. Auch zu spät kommen, war kein Problem, man brauchte die Gruppe nicht suchen, sondern stieg einfach ein und machte mit 🙂

Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht!

Wir wünschen den Athletinnen, Athleten, Trainern, Sponsoren und allen Freunden des Vereines, dass sie gesund bleiben und hoffen, dass wir uns bald wieder sehen können!

Bis auf weiteres kein Training und keine Kurse

Aufgrund der vorübergehenden Schließung des Stockerauer Hallenbades ab Samstag, 14,03.2020, muss auch der ASV2000 – ASKÖ Schwimmverein Stockerau sein gesamtes Trainingsangebot sowie alle Schwimmkurse vorübergehend einstellen. Wir informieren Euch auf unserer Homepage sowie auf unserer Facebook-Seite rechtzeitig darüber, wann der Trainingsbetrieb wieder startet. Wir bitten um Euer Verständnis! Mit sportlichen Grüßen der Vorstand des ASV2000

Starke ASV2000-Bilanz bei der Landesmeisterschaft

Nur eine Woche nach dem erfolgreichen Kids-Cup-Einsatz in Stockerau, ging für die ASV2000-Athleten bereits der nächste Wettkampf über die Bühne: Das Kremser Hallenbad war Austragungsort der NÖ Hallenlandesmeisterschaft. Diesmal hatten die Stockerauer den zweiten Stockerlplatz „gepachtet“, denn mit 21 Mal Silber wog dieses Edelmetall besonders schwer. Weiters konnten aber auch noch sechs Landesmeistertitel geholt werden und fünf Bronzemedaillen rundeten das tolle Ergebnis für den ASKÖ Schwimmverein Stockerau zusätzlich ab. Damit landete der ASV2000 im Ranking auf dem achten Platz, von insgesamt 13 teilnehmenden Vereinen.

Die Landesmeistertitel wurden diesesmal überwiegend von den Brust-Spezialisten des ASV2000 gewonnen. So konnte sich Niklas Schuster (Jg.2005) über den Sieg im Bewerb über 100 Meter Brust freuen. Emilia Hengstberger (Jg. 2008) wurde Landesmeisterin über 50 Meter Brust und Josef Krämer (Jg. 2010) holte sich im gleichen Bewerb den Landesmeistertitel bei den Herren. Außerdem sicherte sich Krämer noch die Goldmedaille und den Landesmeistertitel über 50 Meter Freistil. William Elliott (Jg.2005) gewann den Bewerb über 100 Meter Freistil in einer tollen Zeit von 59, 18. Eine weitere Goldmedaille steuerte noch die erfolgreiche Mädchen-Staffel des ASV2000 bei: Hannah Schuster, Emilia Hengstberger, Melissa Schartner und Sophie Vohryzka erkämpften sich im 4×50 Meter Lagen Bewerb in einem wahren Krimi den obersten Podestplatz. Über die 4×50 Meter Freistil erzielten das ASV2000-Quartett Silber.

Fleißigster „Medaillensammler“ aus der Sicht des Stockerauer Schwimmvereins war Florian Schartner (Jg.2009), der insgesamt acht (!) Silbermedaillen einheimste. Neben William Elliott (1x Gold, 1x Silber und 2x Bronze), Josef Krämer (2x Gold, 1x Silber und 1x Bronze), konnte sich auch Johanna Fugina über vier zweite Plätze und somit Silbermedaillen freuen. Adrian Sebestyen, Kayra Yrdakul sowie Hanna Schuster komplettierten die Medaillenbilanz in den Einzelbewerben.

Ergebnisse NÖ Hallenlandesmeisterschaft Krems 2020

„Neben den zahlreichen Stockerlplätzen unserer Sportler sind für uns vor allem die gezeigten und durchwegs starken Zeiten erwähnenswert. Insgesamt sind neun Stockerauer Athleten die Limitzeiten für die bevorstehenden Hallen-Nachwuchsmeisterschaften in Graz geschwommen“, waren die beiden ASV2000-Trainer Dominic Meidlinger und Chris Strambach über die Ergebnisse in Krems begeistert. Die kommenden beiden Trainingswochen werden die ASV2000-Schwimmer nun noch nutzen, um sich intensiv auf den großen Bewerb von 13.-15. März in der Grazer Auster vorzubereiten.

Heim-Kids-Cup war wieder ein voller Erfolg für ASV2000

Pünktlich um 13 Uhr begann am 22.02. 2020 das Wasser im Sportlerbecken des Stockerauer Hallenbades “zu brodeln”, als insgesamt 138 junge Schwimmerinnen und Schwimmer aus neun niederösterreichischen Vereinen ihr Einschwimmprogramm für die dritte Runde des NÖ Kids Cup 2019/20 absolvierten. Die Heimmannschaft des ASV2000 war mit 18 Athleten und Athletinnen vertreten und durfte sich über ein sehr gutes Ergebnis von fünf Mal Gold, sieben Mal Silber und drei Mal Bronze freuen. In der Vereinsstatistik belegte der ASKÖ Schwimmverein Stockerau damit den tollen dritten Platz!

Die Kinder hatten 50 Meter-Bewerbe in allen vier Lagen , sowie 100 Meter Lagen zu absolvieren. Außerdem gab es Staffelbewerbe über 4×50 Meter Freistil und 4×50 Meter Lagen.

Bester ASV2000-Schwimmer war einmal mehr Josef Krämer (Jg.2010), der bei allen seinen Einzelbewerben am Stockerl stand. Er sicherte sich die Goldmedaille über 100 Meter Lagen und 50 Meter Freistil. In den Bewerben 50 Meter Brust, 50 Meter Rücken und 50 Meter Schmetterling durfte er jeweils über den zweiten Platz und somit die Silbermedaille jubeln. Außerdem war er bei der Freistil- und Lagenstaffel am Start und sicherte sich mit seinen Teamkollegen Florian Schartner, Jakob Latzel und Elias Kontsinas jeweils die Bronzemedaille.

Für zweimal Gold sorgten auch die ASV2000-Mädls-Staffeln mit Emilia Hengstberger, Melissa Schartner, Hannah Schuster und Sophie Vohryzka. Sie gewannen sowohl die 4×50 Meter Freistil als auch die 4×50 Meter Lagen souverän vor ihren Konkurrentinnen.

Emilia Hengstberger (Jg.2008) gewann mit einem starken Lauf die 50 Meter Brust und durfte dafür Gold entgegen nehmen.

Florian Schartner (Jg.2009) sammelte neben den Staffel-Medaillen in seinen Einzelbewerben insgesamt vier Mal Silber, nämlich über 50 Meter Rücken, 50 Meter Freistil, 50 Meter Schmetterling sowie die 100 Meter Lagen.

Die jüngste ASV2000-Starterin Juliana Strambach (Jg.2013) musste bei ihrem ersten Wettkampfeinsatz leider ihren Lauf über 50 Meter Freistil mit verrutschter Schwimmbrille nach dem Startsprung absolvieren, kämpfte sich aber tapfer durch die zwei Längen und wurde für ihren Kampfgeist sogar mit der Bronze-Medaille belohnt.

“Der Kids Cup im Stockerauer Bad ist für unsere Kinder natürlich immer etwas ganz besonders. Sie kennen die Umgebung, das Becken, sind aber auch aufgeregt, da es für einige doch der erste Wettkampf ist.  Der Heimvorteil geht auch mit besonderer Motivation einher, und die gezeigten Leistungen waren für uns sehr positiv”, zeigte sich das Trainerteam Dominic Meidlinger, Chris Strambach und Marion Jordan zufrieden.

Der ASV2000 möchte sich an dieser Stelle auch wieder sehr herzlich bei allen Helfern und Helferinnen – sei es bei der Vor- und Nachbereitung des Wettkampfes, beim Kuchenbuffet oder direkt beim Event am Beckenrand – bedanken. “Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Eltern, Trainer, aktiven Schwimmer und Vereinsmitglieder könnten wir diese Veranstaltung nicht jedes Jahr wieder so reibungslos über die Bühne bringen. Heuer waren wir außerdem mit einer wesentlich größeren Zahl an Meldungen konfrontiert, trotzdem ist sich im Zeitplan alles gut ausgegangen”, freuten sich die beiden ASV2000-Obleute Bernhard Rathauscher und Jürgen Schuster, die sich auch bei Schiedsrichterin Karin Meidlinger für ihren ersten Einsatz beim Stockerauer Kids Cup, bei NÖLSV-Präsident Erich Maglock und Landesfachwartin Schwimmen Uschi Manhart für ihre Unterstützung bedanken wollen. Weiters bedankt sich der ASV2000 bei der Stadtgemeinde Stockerau sowie der Verwaltung des Hallenbades Stockerau für die Unterstützung bei der Austragung des NÖ Kids Cup.

Ergebnisse NÖ Kids Cup 2019/20 3.Teil

Für die ASV2000-Athleten steht nächstes Wochenende bereits wieder ein Wettkampf am Programm, wenn in Krems der 2. Teil der Hallenlandesmeisterschaft ausgetragen wird.

3. Lauf der VCM Winterlaufserie

Die Athleten des ASV TRIA Stockerau sind auch über die Wintermonate nicht auf der faulen Haut gelegen, wie die Ergebnisse des heutigen dritten Laufes der VCM Winterlaufserie beweisen. Die Weihnachtskekse sind längst wieder abgebaut, das Training im Freien konnte aufgrund der milden Temperaturen sowieso fortgeführt werden, somit stand einem erfolgreichen Laufsonntag nichts mehr im Wege. Einzig der Wind nahm sich heute entlang der Prater Hauptallee zu wichtig.

Thomas „Jimmy“ Cemerka finishte die zehn Kilometer in 38:11 Minuten sensationell als gesamt Vierter und gewann damit die Klasse M45. Didi Inführ gewann ebenfalls die Klasse M50 in einer Zeit von 42:24 Minuten. Als Vierter der Klasse M50 beendete Roland Kneissl die zehn Kilometer in 45:01 Minuten. Dani Wöber und Harry Peterka wagten sich auf die Halbmarathondistanz. Dani erreichte mit einer Zeit von 1:50:52 Stunde den fünften Platz in der Klasse W30. Die Vorbereitung auf den Wien Marathon im April stimmt also. Harry erlief in 1:32:08 Stunde den zehnten Platz in der Klasse M35.

Herzliche Gratulation allen Teilnehmern!

Sechs-Stunden-Schwimmen in der Auster

… am 16. Februar 2020. Das Sportbad in Graz-Eggenberg wird auch „Auster“ genannt. Das Bad hat zehn 50 Meter Bahnen bei einer Wassertemperatur von 28° C.

Neugierig geworden aus Erzählungen vom 24‑Stunden‑Schwimmen in Bad Radkersburg wählte Helmut Fitz diesen Bewerb als Ersten unter „ASV TRIA Stockerau-Flagge“. Er  wollte sich einmal „langsam“ herantasten 🙂
Renate Otto erfuhr erst zweieinhalb Wochen davor, von diesem Vorhaben. Aber sitzt mal der Floh im Ohr, ist er nicht so schnell wieder herauszubekommen 🙂 Nach 24 Stunden Überlegungen und kurzer Abstimmung mit Geri („mach es“) startete die Planung für das Vorhaben. Der Trainingsplan war kurz und daher schnell erstellt. Die Erfahrung im „Ausdauerschwimmen“ sollte nach dreimaligen Einzelstarts beim 24‑Stunden‑Schwimmen in Bad Radkersburg vorhanden sein. Aber es gab ja doch ein paar Unsicherheiten: Schaffe ich es mit dem wenigen Training? Wie geht es mir bei einem Bewerb in der Halle?

Am 15. Februar fuhr man mit Begleitung in die Steiermark. Während Helmut mit Karin direkt in Graz wohnten, wählte Renate und Helmut ihr Stammquartier im Almenland. Am Sonntag traf man sich in der Auster, allerdings nicht zum Verspeisen von Muscheln, sondern zum Schwimmen 🙂 Um 8:30 Uhr begann die Registrierung und danach hatte man bis 10 Uhr Zeit sich mit der Umgebung vertraut zu machen.

  • Auf welcher Bahn schwimme ich?
  • Wo deponiere ich am besten meine Verpflegung?
  • Wo kann sich meine Betreuerin/mein Betreuer aufhalten?

Schnell verging die Zeit bis 10 Uhr. Dann wollte die Uhr nicht so recht sich auf null stellen lassen und der Start verschob sich. In den fünf Minuten wurde uns beim Stehen im Wasser schön langsam frisch. Endlich um 10:05 Uhr ging es los. Die fünf Minuten Verspätung durfen wir nachher „einschwimmen“ 😉 Na sechs Stunden werden ja auch gleich vorbei sein – ein normaler Arbeitstag hat acht Stunden 🙂

Pro Bahn waren maximal sieben Schwimmerinnen beziehungsweise Schwimmer eingeteilt. Aufgrund des 50 Meter-Beckens kein Problem. Helmut und Renate schwammen auf zwei verschiedenen Bahnen, machten aber beide dieselbe Erfahrung: es war ein faires schwimmen, kein Problem beim Überholen und bald kannten sich die Leute untereinander und man wurde bei der Wende vorbeigelassen.

Karin und Helmut betreuten brav und versorgten uns in der Pause mit essbaren und trinkbaren. Obwohl vorab nicht „ausgemacht“, haben Helmut und Renate bei der Anmeldung als voraussichtliches „Ziel“ zwölf Kilometer angegeben. Soweit einmal schon vorweg: dieses Ziel haben beide überschritten. Helmut schaffte bei seiner Premiere eines Bewerbes dieser Art: 13,1 Kilometer und erreichte bei den Herren Masters den fünften Platz. Renate spielte ihre Routine bei Bewerben dieser Art aus, schaffte 14,7 Kilometer und wurde zweite bei den Damen Masters.

Zum Bewerb selbst:

In der Auster waren vier Bahnen für den Bewerb gesperrt, auf den restlichen Bahnen war normaler Betrieb. Ein friedliches Nebeneinander von Athletinnen, Athleten, Betreuerinnen, Betreuern und Badegästen. Nicht tauschen wollten wir mit den „Bahnenzählern“: sechs Stunden vom ersten Stock pro Bahn die 100 Meter-Zeiten anhand der Badehaubenfarbe mitzuschreiben, wahrlich kein leichter Job. Es wurde so geregelt, dass man sich bei längeren Pausen mittels Handzeichen von seiner „Zählerin“/seinem „Zähler“ anmelden und abmelden musste. Nach dem Bewerb durfte jeder sein Schwimmprotokoll mitnehmen. Jede Schwimmerin und jeder Schwimmer erhielt bei der Siegerehrung eine Urkunde in der mit Handschrift Name, Bewerb, Platz und Kilometer eingetragen waren und ein kleines Sackerl mit Süßigkeiten. Die jeweils ersten drei jeder Kategorie zusätzlich einen Geschenkkorb mit handgebastelt Kärtchen und die Urkunde in einem Bilderrahmen.

Graz war eine Reise wert 🙂

Fotos

Veranstalterhomepage

24. Jänner 2020 – 24 Stunden Burgenland Extrem – Oggau Originaldistanz 120 Kilometer

Ein Bericht von Andreas Groihs

2019 nahm ich die 80 Kilometer Strecke in Angriff, Start in Hegykö und 2020 …? So reifte nach den unglaublichen Eindrücken 2019 der Gedanke weiter und ich entschied mich, das de facto Unmögliche zu wagen.

120 Kilometer Laufen, wie soll das gehen? In welcher Zeit? Muss die Vorbereitung geändert werden? Spielt der Körper da überhaupt mit? Im Winter bei diesen Temperarturen? -> Fragen über Fragen!

Die Vorbereitung: Verlief bis Weihnachten nach Plan, doch dann bekam ich einen grippalen Infekt = Mist: Pause einlegen, gerade jetzt. Einen Monat vor dem Start. Ruhig bleiben, die vorherigen Umfänge verliefen ja zum Glück nach Plan. So passte ich die Trainingsumfänge zwangsweise an, die Verkühlung verschwand aber nicht zur Gänze. Einem Start stand aber, aus gesundheitlichen Gründen, dennoch nichts im Wege.

24. Jänner 2020: Der Start um 4:30 Uhr morgens ist, gelinde gesagt, nicht sehr angenehm. Es ist finster, kalt, der Wind weht … aber man will es ja so. Für diese Jahreszeit meinte es das Wetter tatsächlich gut mit uns. Es hatte nur drei Grad unter Null und es ging sehr wenig Wind, Hochnebel. So sollte es dann ganzen Tag bleiben.

Laut Veranstalter traten in Oggau rund 2000 Starter an. Wirklich beeindruckend zu sehen ist die Lichterkette der vielen Stirnlampen und Blinklichter auf und entlang der Strecke. Für circa 2 ½ Stunden bleibt die Dunkelheit unser Begleiter und der Weg führt über Rust und Mörbisch nach Ungarn. Dabei auch viele Höhenmeter, teilweise Steigungen 8 Prozent bis 11 Prozent, den Rhythmus finden nur schwer möglich. Die Waldstücke in Ungarn sind bei Dunkelheit sehr imposant. Auf Grund der langen Distanz nehme ich mir vor, bei allen Verpflegungsstellen zumindest meine Trinkvorräte aufzufüllen: Meine erste Zwischenetappe ist in Balf (circa Kilometer 27), dann folgt Hegykö (circa Kilometer  34 – Startort voriges Jahr).

Zu den 395 Gesamthöhenmeter ist zu sagen, dass diese zu zwei Drittel auf den ersten 21 Kilometern in Ungarn zurückgelegt werden. Bis km 70 konstant flach, danach nur leicht steigend bis ins Ziel.

Nach Hegykö folgen die letzten Waldpassagen, dann die ersten, schier endlos scheinenden Streckenabschnitte. Man sollte echt vermeiden, den Blick zu weit nach vorne zu richten. Motivation sieht anders aus :-). Bis Illmitz (Kilometer 60) bot sich niemand zum Mitlaufen an. Erst dann schließe ich mich mit einem „Originaldistanz-Leidensgenossen“ zusammen, wir passen unser Tempo an und liefen unser nächstes, großes Zwischenziel ist Podersdorf (Kilometer 72) an. Schon mehrmals stellen wir uns bis dahin die Frage, wie das so noch weiter gehen soll? Und fit waren wir beide schon nicht mehr; oder spielt der Kopf uns schon einen Streich?

Trinkvorräte aufgefüllt, mental gestärkt überwinden wir unsere körperlichen Ermüdungserscheinungen und setzten uns weiter in Richtung Weiden mit dem nächsten Ziel, Labestation Neusiedl (Kilometer 83), in Bewegung. Also einen Schönheitspreis für einen „geschmeidigen Laufstil“ gewinnen wir beide jetzt sicher nicht mehr :-). So laufen wir gesamt rund 25 Kilometer, motivieren uns gegenseitig. In Neusiedl angekommen führe ich einen Gewandwechsel und Handschuhwechsel durch (kurzes und langes Leiberl). Beide waren mittlerweile nach 83 Kilometer sehr feucht. Ich will nicht noch mehr auskühlen auf den letzten knapp 40 Kilometer. Mein Laufpartner kehrt in Neusiedl länger ein und ich entschied mich daher von nun an wieder meine Reise alleine fortzusetzen.

Nächste und letzte Labestation ist in Purbach (Kilometer 97). Über Jois und Winden gilt es diese 15 Kilometer zu bewältigen. Die Kilometerzeiten pendeln nun um 6:45 beziehungsweise 7:00. Zum Glück sind jetzt wieder mehr Wanderer auf der Strecke, denn die Motivation fällt nun doch deutlich schwer. Außerdem fällt schön langsam die Dunkelheit wieder ein. Stirnlampe mit Rücklicht aufgesetzt und die letzten 15 Kilometer in Angriff nehmen. Kurzer körperlicher/mentaler check noch, soweit wie möglich. Es zwickt zwar da und dort aber: Es geht weiter – das Grande Finale ist da! Spätestens jetzt ist jeder mit sich selbst beschäftigt. Im Lichtkegel der Lauflampe geht es dem Start/Ziel in Oggau entgegen, entlang der Bundesstraße, wieder elendslang. Aber, die beleuchtet Kirche in Oggau sieht man bereits, noch circa drei Kilometer – irgendwie unglaublich. Ich bin tatsächlich gleich da!

Laufend passiere ich die Ortstafel Oggau. Dann beginne ich einfach nur noch zu gehen und realisiere: Gehen genügt jetzt, es ist kein Laufen mehr notwendig, es kann Dir nichts mehr passieren! Du hast es geschafft!

Nach gut 13 Stunden und aufgezeichneten 110 Kilometer bin ich wieder am Ausgangspunkt angekommen. Die Füße schmerzen. Keine Krämpfe, der Körper und Geist ist etwas müde, der Puls nach wie vor unter Kontrolle = alles in Ordnung, Du bist fit und gesund!

Gerade auf Grund der Herausforderungen im letzten Jahr, fühle ich mich umso mehr vom eingeschlagenen Weg sowie meiner Meinung bestätigt. Veränderungen zulassen, aber nicht vergessen, sich selbst immer treu bleiben.  Ich DANKE ALLEN, die das mit mir teilen.

Ich bin froh, solch einen Bewerb machen zu dürfen und zu können – es ist nicht selbstverständlich. Daher wünsche ich es Jedem, diese unglaubliche Reise selbst zu machen und erleben zu können.

Es ist nicht unmöglich. Zum Glück auch nicht alltäglich.

Wir gratulieren Andreas zu dieser außerordentlichen körperlichen und mentalen Leistung!