Ein Bericht von Helmut Fitz: Nun war es also so weit: Mein erster Start in der Altersklasse M60.Angetreten bin ich beim 9. Triathlon Sprint GOLD Città di Salò, meine dritte Teilnahme an diesem Bewerb.
Heuer hat sich der Event erstmals das GOLD-Prädikat der italienischen Triathlon-Föderation (FITRI) verdient, ein Qualitäts- und Prestigelabel für ausgewählte Top-Events im nationalen Kalender.
„GOLD“-Rennen sind die höchste Stufe bei Sprint-Triathlons in Italien. Sie zeichnen sich durch besonders gute Organisation, hohe Teilnehmerzahlen, attraktive Strecken, gute Preise und oft zusätzliche Punkte für die FITRI-Rangliste aus.
Zusätzlich gab es den sogenannten „Bollino Rosa“, getrennte Starts für Männer und Frauen. „Getrennt“ hat bedeutet, dass die Herren erst in die Wechselzone durften, nachdem alle Damen ihre Räder abgeholt hatten. Es waren also zwei Rennen hintereinander. In den engen Gassen von Salo wäre es anders kaum möglich noch mehr Teilnehmer starten zu lassen. Als Morgenmuffel für mich sehr praktisch, da ich erst um 14 Uhr dran war.
Zurück zu M60: Bei insgesamt knapp 600 Finishern (bei den Damen waren es ca. 170) fällt auf, dass es in jeder AK ab 30 Jahren etwa gleich viele Teilnehmer gab. Bei M60 halbiert sich das Feld auf einmal. Und wenn ich weitere fünf Jahren durchhalte sind meine Chancen auf einen Podestplatz gar nicht so schlecht!
Außerdem hat der 60er bei mir doch auch schon so manche Spuren hinterlassen. Neben meinen Schulterschmerzen plagt mich die letzten Jahre in manchen Situationen eine „Neo-Panik“ im Wasser. Es schnürt einen alles zu und man will nur raus aus dem Ding. Mit 17° Wassertemperatur und 30° in der brütenden Sonne habe ich es ohne Neo gewagt und bin als einziger(!) ohne Neo gestartet (wobei mir so mancher recht gegeben hat, dass es im Neo doch auch recht heiß war bis man endlich ins Wasser konnte …)
Auch wenn mich das etwas Zeit gekostet hat, konnte ich nach T1 doch etwa 200 Herren hinter mir lassen. Beim Radeln kann ich halt kaum mithalten, noch dazu bei 350 Höhenmetern. In Italien muss man außerdem sehr aufpassen: Begriffe wie Sicherheitsabstand, Vorsicht oder Rechtsfahren gibt es anscheinend in der italienischen Übersetzung des Regelwerks nicht! Aber sie dürften etwas ahnen und haben zumindest die Auflieger verboten…
Im Ziel konnte ich schließlich noch 30 Herren hinter mir lassen. Aber: In jeder Altersklasse (ab 25) gab es mindestens einen der noch langsamer war 🙏. Verglich mit meinen letzten Teilnahmen war die Leistung in etwa gleich, in meiner neuen AK habe ich aber einige Plätze gut gemacht! Jetzt heißt’s fünf Jahre brav trainieren …😅



