Wachauer Radtage 2021

Ein Bericht von Armin Hofmeister

Die Vorfreude auf die Wachauer Radtage war groß, war doch die erste Teilnahme 2019 ein tolles Erlebnis. Nun konnte der Bewerb endlich wieder abgehalten werden, wie gewohnt mit Massenstart von über 1000 Teilnehmern, die sich anschließend auf drei Strecken aufteilten.

In der traumhaften landschaftlichen Kulisse der Wachau war alles bereit für ein anspruchsvolles Radrennen.

Um Punkt 9:00 Uhr rollten Daniela Wöber und Armin Hofmeister vom ASV TRIA Stockerau im neutralisierten Feld von Mautern an der Donau los. Im Rahmen des Power Radmarathons warteten 92 Kilometer und 942 Höhenmeter. Das sollten nicht die einzigen Herausforderungen an diesem Tag bleiben.

Die Wartezeit im Startbereich war geprägt von wechselhaftem Wetter zwischen vereinzelten Sonnenstrahlen und kurzem feinem Nieselregen. Ein Vorgeschmack auf die nächsten Stunden bei zunächst angenehmen 21°C.

Auf den ersten 17 Kilometer entlang der Donau galt es konzentriert zu bleiben, um im riesigen Peloton nicht in einen Sturz verwickelt zu werden.

Anschließend kam der erste zwar nicht steile, aber lange, stetige Anstieg nach Zeining. Die Fahrbahn wurde zunehmend nasser und bald kam das Wasser nicht mehr nur von unten und vom Vordermann. Als das Wasser schließlich die Schuhe füllte, war klar dass die mitgeführte Regenjacke nun auch für den Rest der Fahrt im Trikot verstaut bleiben wird. Nasser kann man nicht mehr werden. Bei den folgenden Abfahrten und Fahrten in der Gruppe war somit höchste Vorsicht geboten.

Nach der Überquerung der Donau bei Emmersdorf, auf dem Weg nach Loosdorf, öffnete Petrus endgültig seine Schleusen. Das Wasser kam in Strömen von allen Seiten. Im folgenden Anstieg liefen seitlich und quer zur Fahrbahn bereits Bäche die Straße hinab. Zum Glück beruhigte sich die Lage auf den folgenden Kilometern wieder, denn es folgte das schmerzvolle Highlight der Tour: die Bergwertung nach Maria Langegg. Nach 73 Kilometer wartete hier nochmal ein vier Kilometer langer Anstieg mit über 300 Höhenmetern. Der Großteil davon mit einer Steigung von acht Prozent. Spätestens an dieser Stelle liegen die eigenen leistungsbezogenen Karten offen am Tisch. Auf den letzten erlösenden Metern nach oben stellte sich Nebel ein und begleitete auf der Fahrt durch den Wald.

Anschließend ging es in zwei rasanten Abfahrten bei Schenkenbrunn und Rossatz, unter zum Glück relativ guten Straßenverhältnissen, zurück ans Ufer der Donau. Auf den letzten flachen vier Kilometern zurück nach Mautern wurde nochmal voll gepusht.

So überquerten Daniela nach 3:21:52,4 Stunden und Armin nach 2:45:04,5 Stunden völlig durchnässt, aber gesund und glücklich die Ziellinie. 

Der Radurlaub im bergigen Salzkammergut war die ideale Vorbereitung auf diesen Tag 🙂

Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Mal, wenn wir wieder am Start stehen und bei hoffentlich Traumwetter eine Runde durch die Wachau drehen. 

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