Am Sonntag den 28. Juni 2026 war es so weit: In Ottenstein wurde nach 20 Jahren der letzte Backwaterman ausgetragen. Damit gab es auch die letzte Chance auf den begehrten Ritterschlag. Im vierten und letzten Anlauf ging es für Georg Soustal und Helmut Fitz im SwimRun-Teambewerb über die Marathon-Distanz um alles! Ein Bericht von Helmut Fitz.
Am bis dahin (zweit-) heißesten Tag in Österreich seit Aufzeichnungsbeginn ging es um 9 Uhr schon mit knackigen 30°C los. Die eigene Verpflegung durften wir am Vortag an zwei Labestationen deponieren. In unserer „persönlichen“ Kühlbox warteten neben den vertrauten Gels auch Mamas Erdäpfelknödel – meine Geheimwaffe für die nächsten 6 bis 7 Stunden.
Schon nach den ersten fünf Etappen (2,1 Kilometer Schwimmen und 3,7 Kilometer Laufen) kam aber die Ernüchterung: Der Magen war flau, die Haut brannte, und nicht einen Bissen konnte ich runterwürgen. Das waren rosige Aussichten! Wie wird das in drei bis vier Stunden bei 37°C? Georg hatte dafür absolut keine Probleme. Er hatte auch genug Energie übrig um mich zu motivieren, und die Knödel fanden auch einen dankbaren Abnehmer.
Nach fünf Stunden wurde es dann richtig eng. Knapp vor der Cut-off-Zeit zeigte sich die Laufstrecke von ihrer unangenehmsten Seite. In diesem Abschnitt musste man sich teilweise am Boden liegend unter Baustämmen durchrobben, und bei einem Fehltritt ging es fünf bis zehn Meter steil bergab. Die durchnässten Laufschuhe boten da auch nicht unbedingt den besten Halt. Trotz dieser unerwarteten Verzögerungen erreichten wir den letzten Checkpoint gerade noch fünf Minuten vor der Cut-off-Zeit.
Ab da war klar: Das Rennen bringen wir heim – notfalls auf allen Vieren. Zum Glück brachten die Wolken den ersehnten Schatten. Mit knapp zwei Stunden Vollgas ging es nun problemlos Richtung Ziel. Sorge bereiteten uns nur die aufziehenden Gewitter, die mit dem Ziel in Sichtweite noch zu einem Abbruch der letzten Schwimmetappe hätten führen können.
Doch es ist alles gut gegangen. Die 26,5 Kilometer Laufen und 6,6 Kilometer Schwimmen haben wir mit 6 Stunden 50 Minuten gemeistert und mit dem starken Endspurt konnten wir sogar noch einen Solo-Teilnehmer abhängen. Nach unseren Einzelerfolgen in den Vorjahren hieß es nun endlich auch in der Teamwertung: „We hereby bestow the honorable title of Knight of Ottenstein!“





