Podersdorf: Ironmandistanz 2018

ORF homepage: „Unwetterwarnung für den Osten am 1 September 2018 und 2. September 2018 aufrecht! Pünktlich zu Beginn des meteorologischen Herbstes halten Unwetter und Starkregen vor allem den Osten und Südosten fest in Griff. Weitere Schlagwörter: Gewitter, heftige Niederschläge, Überflutungen möglich, mehr Regen erwartet, als sonst in einem ganzen Monat!“

Start der Ironmandistanz war am Samstag um 7 Uhr im Neusiedler See. Dieses Mal: Premiere, nur alle Langdistanzstarter, die Halbdistanz folgte dann um 10 Uhr. Grund: Man möchte mögliche „Geher“ besser identifizieren können. Geahndet wird das Vergehen mit einem zusätzlichen Laufkilometer. Kurz vor dem Start war eigentlich der einzige Zeitpunkt, wo wir noch trocken waren. Der Wind konnte, für meine Verhältnisse, als stürmisch bezeichnet werden = wir hatten wieder beachtliche Wellen. Somit war das Schwimmen für mich definitiv nicht lustig. Mein Magen meldete sich bereits während der ersten Runde mit 1,9 km, wahrscheinlich auf Grund dessen. Leider lag daher auch die Schwimmzeit hinter meinen Erwartungen zurück, mit 1 Stunde 24 Minuten für 3,8 Kilometer.

So ging es in die Wechselzone und … es zog das erste Gewitter mit Starkregen auf. Für den heurigen Sommer eigentlich ungewöhnliche Wetterbedingen, aber so ist es bei unserem Sport in der freien Natur.

Auf der Radstrecke wechselten sich Starkregen, heftiger Wind und Gewitter ständig ab – manchmal aber auch alle gemeinsam 🙂 . Irgendwie fand ich heute nicht in meinen gewohnten Rhythmus, die Muskulatur wirkte auch angespannt, obwohl ich nicht meinen angestrebten Schnitt fuhr. So blieb ich auch beim Radfahren hinter meinem Plan, es waren dann 5 Stunden 49 Minuten für 180 Kilometer.

Aber jetzt kommt bekanntlich noch der finale Marathon. Ich wusste: Heute wird es nicht mehr heiß = ich brauche weniger Wasseraufnahme und weniger Kühlung; denn letztere kommt heute von oben in Form von beinahe Dauerregen 🙂 . Die Blitze und der Donner waren beindruckend. Man muss ja auch das Positive in dieser Situation sehen! So lief ich die ersten Kilometer zwischen 5:10 min/km bis 5:20 min/km. Ich pendelte mich bis zum Halbmarathon bei 5:20 min/km bis 5:30 min/km ein. Ich wusste, heute kann ich die bessere Gesamtzeit nicht mehr retten wusste aber, dass ich mir definitiv nichts schuldig bleiben möchte und das Beste aus diesem Tag dennoch herausholen möchte. Nach dem Halbmarathon waren 1 Stunde 54 Minuten vergangen, wenn ich dieses flotte Tempo halten könnte, was in der Vergangenheit schon beachtlich gewesen wäre, würde das eine Marathonzeit von 3 Stunden 48 Minuten ergeben. Ich riskierte alles und legte von nun an die Kilometer sogar flotter zurück. Oft standen auf meiner Uhr Zeiten um die 5:10 min/km. Und dann kam das große Finale. Trotz der nun schon vorhanden und erwartungsgemäß körperlichen „Schwächen“, steigerte ich mich weiter. Dieses Erlebnis entschädigte mich nun für alles und ich konnte mich weiter motivieren: Die Kilometer 38 bis 42,2 lief ich unter 5 min/km, somit dann 3 Stunden 39 Minuten für den Marathon!

Mit dieser Stimmung, völlig durchnässt und überglücklich lief ich nach 11 Stunden 2 Minuten in im Ziel ein, 77. Rang von 231 Startern. Begleitet und angefeuert von meiner Familie sowie den doch zahlreichen Zuschauern die mich förmlich ins Ziel getragen haben – DANKE!

Ich habe zwar in Podersdorf schon deutlich bessere Endzeiten erreicht, der tolle Marathon stimmte mich aber wieder versöhnlich. Mit meiner Leistung bin ich, in Anbetracht der erwähnten Wetterkapriolen, dann doch auch zufrieden – aber Ausreden wird es immer geben und bekanntlich ist das Wetter für alle Teilnehmer gleich. Man kann und muss vieles Planen, aber eines definitiv NICHT: Das Wetter! Und das ist auch gut. Zum Glück ist und bleibt unser Sport – Triathlon – ein Freiluftsport 🙂

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