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Triumph für den ASV2000 beim Kids Cup – Isabella Wondra schreibt Vereinsgeschichte

Der Kids Cup ist jedes Jahr ein ganz besonderes Kapitel im Nachwuchsschwimmen. Über vier Runden hinweg – von Oktober bis Anfang Mai – messen sich die besten jungen Schwimmerinnen und Schwimmer Niederösterreichs. Wer hier am Ende ganz oben steht, muss nicht nur schnell sein, sondern vor allem konstant, belastbar und bereit, sich über Monate hinweg immer wieder zu steigern.

Genau das ist dem ASV2000 in dieser Saison eindrucksvoll gelungen – allen voran Isabella Wondra. Mit einer außergewöhnlichen Serie an Leistungen sicherte sie sich im Jahrgang 2017 mit insgesamt 11 Goldmedaillen sowie 2 Silber- und 2 Bronzemedaillen den Gesamtsieg. Damit gelang ihr etwas, das im Verein nur ganz selten vorkommt. Der Gewinn der Gesamtwertung ist beim ASV2000 ein echtes Ausrufezeichen und bleibt nur wenigen vorbehalten. Nach Niklas Schuster (2016/2017), Juliana Strambach (2022/2023 und 2023/2024) und Annika Mantler (2023/2024) reiht sich Isabella nun in diese exklusive Gruppe ein. Entscheidend war dabei nicht nur die Anzahl ihrer Siege, sondern vor allem ihre beeindruckende Konstanz über die gesamte Saison hinweg – eine Qualität, die in diesem Alter besonders heraussticht.

Neben diesem herausragenden Erfolg zeigte auch Emelie Pia Drucker eine außergewöhnlich starke Entwicklung. Über die gesamte Cup-Serie hinweg verbesserte sie ihre persönlichen Bestzeiten teilweise markant und zeigte von Runde zu Runde eine klare Leistungssteigerung. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Trainingsarbeit und Einsatzbereitschaft. Besonders bemerkenswert ist dabei, wie deutlich ihre Fortschritte sichtbar wurden.

Auch die weiteren Athletinnen und Athleten des ASV2000 trugen ihren Teil zu diesem starken Gesamtauftritt bei. Jana Aki Zöhrer zeigte solide Leistungen und bestätigte ihre Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Wettkämpfen. Greta Lauton konnte wichtige Wettkampferfahrung sammeln und sich weiter stabilisieren. Amelie Riedl bewies Einsatz und Kampfgeist und machte ebenfalls Fortschritte innerhalb der Serie. Bei den Burschen zeigten Johannes Kopf, Lorenz Eichinger und Benjamin Wondra durchwegs engagierte Auftritte und bestätigten ihre Entwicklung über die gesamte Saison hinweg.

Besonders erfreulich war zudem der Auftritt von Reka Fechter, die bei diesem Bewerb ihr Debüt feierte und damit einen wichtigen ersten Schritt im Wettkampfgeschehen setzte.

In Summe war dieser Kids Cup für den ASV2000 weit mehr als nur eine Serie von Wettkämpfen. Er war ein klares Zeichen dafür, dass sich die kontinuierliche Arbeit im Nachwuchsbereich auszahlt. Der Gesamtsieg von Isabella Wondra steht dabei sinnbildlich für diese Entwicklung – getragen von einem Team, das gemeinsam wächst, sich gegenseitig unterstützt und Schritt für Schritt stärker wird.

Der ASV2000 darf auf diese Leistungen mit Recht sehr stolz sein.

Ein ganz besonderer Moment schwang heuer aber auch zwischen den Zeiten, Medaillen und Erfolgen mit: Für alle Athletinnen und Athleten des Jahrgangs 2014 war dieser Bewerb zugleich der Abschied vom Kids Cup. Nach vielen Jahren voller Aufregung, Vorfreude, Nervosität am Startblock, Medaillenmomenten und Freundschaften endet damit ein prägender Abschnitt ihrer jungen Schwimmkarriere – schlichtweg, weil sie nun „zu alt“ für den Kids Cup geworden sind.

Gerade dieser Abschied macht immer wieder bewusst, worum es im Nachwuchssport wirklich geht. Es sind nicht nur Zeiten und Platzierungen, die bleiben. Es sind die gemeinsamen Autofahrten, die ersten großen Wettkämpfe, die Nervosität vor dem Start, die Freudentränen nach einer Medaille und manchmal auch die Enttäuschung, wenn es nicht ganz gereicht hat. Über die Jahre wachsen aus kleinen Schwimmerinnen und Schwimmern junge Sportlerpersönlichkeiten – und oft auch Freundschaften, die weit über den Sport hinausreichen.

Für uns als Trainerteam – und ganz besonders für Michi, Karin und mich – ist dieser Moment jedes Jahr aufs Neue emotional. Man begleitet Kinder oft über viele Jahre, erlebt ihre ersten Starts, ihre ersten Erfolge, aber auch Rückschläge und Zweifel. Zu sehen, wie sie wachsen, mutiger werden und ihren eigenen Weg finden, macht den Kids Cup zu etwas ganz Besonderem. Gleichzeitig schwingt beim letzten Bewerb immer auch etwas Wehmut mit, weil man weiß: Ein Kapitel geht zu Ende.

Doch genau darin liegt auch die Schönheit des Sports. Der Kids Cup endet – aber der Weg geht weiter. Viele der 2014er werden ihren nächsten Schritt in neue Wettkampfformate machen, neue Ziele verfolgen und weiterhin Teil unserer großen Schwimmfamilie bleiben. Und irgendwo steht vielleicht schon die nächste kleine Schwimmerin oder der nächste kleine Schwimmer nervös am Beckenrand und träumt davon, eines Tages selbst ganz oben zu stehen.

Denn genau das macht den Kids Cup aus: Er beendet keine Geschichten – er schreibt die ersten Kapitel davon.

Ein besonderer Dank gilt abschließend dem ausrichtenden Verein, dem ESV St. Pölten, für die gelungene Durchführung dieser letzten Kids-Cup-Runde. Solche Veranstaltungen sind nur möglich, wenn viele helfende Hände im Hintergrund mit großem Engagement zusammenarbeiten – von der Organisation über den Ablauf bis hin zur Betreuung vor Ort. Gerade im Nachwuchssport ist dieses ehrenamtliche Engagement von unschätzbarem Wert.

Der Kids Cup lebt nicht nur von schnellen Zeiten und spannenden Rennen, sondern vor allem von Menschen, die mit Herzblut dabei sind und jungen Sportlerinnen und Sportlern eine Bühne geben, auf der sie wachsen können. Dafür gebührt dem gesamten Team des ESV St. Pölten ein herzliches Dankeschön.